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Der DJV beim Tag der Sachsen 2009

Was sind uns die Medien wert?

Rezipientenbefragung des DJV Sachsen beim Tag der Sachsen
Der Landesverband Sachsen des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) hat sich beim Tag der Sachsen an die Besucher seines Standes auf der Vereinsmeile mit der Bitte gewandt, einen kurzen Fragebogen auszufüllen. Einige Besucher sind dieser Bitte nachgekommen.
 
In sich widersprüchliche Ergebnisse erbrachte die (nicht repräsentative) Umfrage des DJV beim Tag der Sachsen in Mittweida. Das Internet dürfte demnach dennoch insgesamt für viele Sachsen, ein sehr wichtiges Informationsmedium sein. Das ergab zumindest die an drei Tagen geführt Umfrage am Stand des DJV. 58 Prozent der Befragten bestätigen dies. Werden die dafür möglichen Aussagen „sehr wichtig“ und „wichtig“ gemeinsam betrachtet, dann ergibt sich allerdings ein etwas anderes Bild: Das Internet rutscht bei dieser etwas lockeren Betrachtung mit nur 64 Prozent auf den vierten Platz – nach Fernsehen (91 %), Hörfunk und Zeitung (jeweils 79 %). 42 Prozent der Befragten halten illustrierte Zeitschriften für am wenigsten wichtig.

Wichtigkeit Medien
 
Im Fernsehen informieren sich die Sachsen am häufigsten: Zu mehr als 90 Prozent täglich oder sehr oft. Die Befragten fühlen sich hier auch am besten informiert. 61 Prozent bewerten die Information durch das Fernsehen mit „sehr gut“. Mit „schlecht“ schneiden die Zeitschriften ab. Sie sind für die aktuelle Information für viele auch am unwichtigsten. 61 Prozent geben an, sich hier nicht über das aktuelles Geschehen zu informieren. Nur ein Drittel gibt an, dies im Internet zu tun. Ein Drittel gibt an, es für die aktuelle Information überhaupt nicht zu nutzen; ein weiteres Drittel macht zum Netz an dieser Stelle gar keine Aussage. Auch die Interessen sind sehr polarisiert.
 
Das Wetter rangiert bei vielen auf Platz 1 -. Es ist keinem Befragten unwichtig aber 12 Prozent mehr oder weniger egal. Über zwei Drittel (70 Prozent) halten Wetterinformationen für sehr wichtig. 64 Prozent geben der Unterhaltung einen sehr hohen Stellenwert, 55 Prozent dem Sport.

nosachsgif

Am wenigsten von Interesse sind für die Sachsen offensichtlich die erotische Themen: 55 Prozent interessieren sich dafür wenig oder gar nicht und: 39 Prozent haben zu deren Wichtigkeit überhaupt keine Meinung. Macht zusammen 94 Prozent – bleiben immer noch 6!:-)
 
Am besten informiert fühlen sich die Befragten vom Fernsehen, gefolgt von Hörfunk und Zeitung.
Die Befragung richtete sich nur an Besucher des DJV-Standes. 33 von ihnen füllten den Fragebogen aus. Die Rückseite wurde von einigen Befragten nicht beachtet. Die Fragen nach der gesellschaftlichen Anerkennung des Journalistenberufes sind daher weniger repräsentativ (wie gut!). 

 
Für die Bewertung wurden die folgenden Berufe vorgegeben: Politiker, Arzt, Lehrer, Kellner, Steuerberater, Journalist, Rechtsanwalt, Richter, Polizist. Der Journalistenberuf landet auf dem siebten Platz vor Kellner und Politiker. Fast vierzig Prozent der Befragten bewerten den Beruf des Journalisten mit „sehr wichtig“. Der große Sieger dieses (aufgrund der Berufsauswahl eher nicht ganz ernst zu nehmenden) Befragungsteils ist übrigens der Arzt. Hier waren sich fast alle einig – keiner hält den Arztberuf für unwichtig. Politiker und Steuerberater hingegen wurden am häufigsten mit unwichtig bewertet.

Michael Hiller

Tag der Sachsen allg
04 TdS Stand des DJV 05092009711

Der DJV-Stand beim Tag der Sachsen 2009
Erstmals war der DJV Sachsen aktiv beim diesjährigen Tag der Sachsen in Mittweida
vertreten. Die Besucher des Standes auf der Vereinsmeile konnten sich über den Landesverband informieren und unter anderem an einer kleinen Umfrage zur Mediennutzung beteiligen. Einige Besucher sind dieser Bitte nachgekommen.

Fotos: hprfoto


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